AhlsentickerGrundsätzlich geht das Finanzamt davon aus, dass der Eigentümer einer Mietwohnung steuerliche Einkünfte erzielen will. Langjährige Anfangsverluste sind üblich und führen normalerweise nicht zu steuerlichen Problemen. Im Streitfall ging es um eine Immobilie, die mit einem fünfjährigen Zeitmietvertrag vermietet wurde.

Als Grund für die Befristung stand im Mietvertrag, dass beabsichtigt sei, das Haus zu verkaufen. Das Finanzamt forderte den Eigentümer auf zu beweisen, dass es möglich ist, mit der Immobilie innerhalb dieser fünf Jahre einen Totalüberschuss zu erzielen. Es muss somit mehr Miete eingenommen werden, als Werbungskosten geltend gemacht werden. Da dies im konkreten Fall nicht möglich war, erkannten die Richter des FG Berlin (I 399/95) auf Liebhaberei.